PRAXISBEISPIEL · FEINKOST-PRODUKTION

Von manueller Planung zu einer belastbaren Investitionsentscheidung

Die Analyse machte sichtbar, an welchen Prozessstellen tatsächlich Kapazität verloren ging – bevor vorschnell in eine neue Software- oder Automatisierungslösung investiert wurde.

Die Ausgangslage

Ein mittelständischer Feinkosthersteller verarbeitet zahlreiche Rezepturen in wechselnden Chargengrößen. Manuelle Wiege- und Bereitstellungsprozesse, häufige Produktwechsel und kurze Mindesthaltbarkeit erhöhten den Planungsaufwand und führten zu wiederkehrenden Stillstandszeiten an einer zentralen Mischlinie.

Im Raum stand die Anschaffung einer digitalen Planungs- oder Automatisierungslösung. Unklar war jedoch, ob die vermuteten Engpässe tatsächlich durch fehlende Technik verursacht wurden – und welche Investition einen belastbaren wirtschaftlichen Nutzen bringen würde.

Der Ansatz von FoodTechFuture

  • Strukturierte Aufnahme des Prozessablaufs von der Rohwarenbereitstellung bis zur Übergabe an die Abfüllung

  • Gegenüberstellung der Management- und Shopfloor-Perspektive, um unterschiedliche Einschätzungen sichtbar zu machen

  • Bewertung von Wartezeiten, Chargenwechseln, manuellen Tätigkeiten, Datenlücken und Qualitätsrisiken

  • Trennung zwischen organisatorischen Ursachen, fehlender Datentransparenz und technisch lösbaren Engpässen

  • Priorisierung geeigneter Verbesserungs- und Automatisierungsoptionen nach Nutzen, Aufwand, Risiko und Umsetzbarkeit

Das Ergebnis

  • Die tatsächlichen Kapazitätsverluste konnten konkreten Prozessschritten und Ursachen zugeordnet werden.

  • Organisatorische Sofortmaßnahmen wurden von investitionspflichtigen Lösungen getrennt.

  • Anforderungen an eine mögliche Digitalisierungs- oder Automatisierungslösung wurden klar beschrieben.

  • Ungeeignete Lösungsansätze konnten frühzeitig ausgeschlossen werden.

  • Die Geschäftsleitung erhielt eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen.

Der entscheidende Nutzen: Nicht die verfügbare Technik bestimmte das Projekt, sondern das zuvor verstandene Prozessproblem.

 

PRAXISBEISPIEL · BETRIEBSGASTRONOMIE

Weniger Foodwaste durch gezieltes Menü-Engineering

Nicht die Portionsgröße allein war das Problem, sondern das Zusammenspiel aus Menüplanung, Gästewahl, Produktionsmenge und Ausgabe.

Die Ausgangslage

Eine Betriebskantine mit täglich wechselndem Speisenangebot verzeichnete regelmäßig Überproduktion und vermeidbare Ausgabereste. Obwohl Produktionsmengen und Verkaufszahlen dokumentiert wurden, fehlte eine systematische Verbindung zwischen Menükomponenten, Gästeakzeptanz, Portionsgrößen und tatsächlich anfallenden Resten.

Pauschale Mengenreduzierungen waren keine tragfähige Lösung: Sie hätten das Risiko von Engpässen erhöht und die Zufriedenheit der Gäste beeinträchtigen können.

Der Ansatz von FoodTechFuture

  • Erfassung der Produktions-, Ausgabe- und Tellerrückläufe nach Menü und Komponente

  • Vergleich von Planzahlen, ausgegebenen Portionen und tatsächlichen Restmengen

  • Bewertung von Beliebtheit, Deckungsbeitrag, Herstellungsaufwand und Foodwaste-Risiko

  • Identifikation ungünstiger Kommunikation, Vorbestellung, Wetterdaten, Portionsgrößen und Produktionszeitpunkte

  • Ableitung konkreter Maßnahmen für Menüplanung, Nachproduktion und Ausgabesteuerung

Das Ergebnis

  • Verlustreiche Menükomponenten und wiederkehrende Überproduktionsmuster wurden sichtbar.

  • Portionsgrößen und Produktionsmengen konnten gezielter auf die tatsächliche Nachfrage abgestimmt werden.

  • Weniger nachgefragte Gerichte wurden angepasst, neu kombiniert oder aus der Planung genommen.

  • Die Küchenleitung erhielt eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für Speiseplanung und Nachproduktion.

  • Foodwaste-Reduktion wurde mit Wirtschaftlichkeit und Gästeakzeptanz verbunden.

Der entscheidende Nutzen: Statt pauschal weniger zu produzieren, konnte die Küche dort gezielt eingreifen, wo tatsächlich vermeidbare Verluste entstanden.

PRAXISBEISPIEL · GETRÄNKEINDUSTRIE

Robotik für die Sekundärverpackung – passend zur Linie statt nur technisch machbar

Die entscheidende Frage war nicht, ob ein Roboter Flaschen verpacken kann, sondern ob das Gesamtkonzept bei Linienleistung, Formatwechseln und Produktvielfalt zuverlässig funktioniert.

Die Ausgangslage

Ein mittelständischer Getränkehersteller wollte das manuelle Verpacken von Flaschen am End-of-Line automatisieren. Unterschiedliche Flaschenformate, wechselnde Gebinde, begrenzte Platzverhältnisse und Leistungsschwankungen erschwerten jedoch die Auswahl einer geeigneten Robotiklösung.

Mehrere technische Ansätze waren grundsätzlich möglich. Es fehlte jedoch eine herstellerneutrale Entscheidungsgrundlage, die Prozessanforderungen, Integrationsrisiken und Wirtschaftlichkeit gemeinsam betrachtete.

Der Ansatz von FoodTechFuture

  • Aufnahme des Materialflusses von der Abfülllinie bis zur Übergabe an die Palettierung

  • Analyse von Flaschenformaten, Gebinde-Varianten, Taktleistung, Störungen und Wechselhäufigkeiten

  • Definition der Anforderungen an Roboter, Greiftechnik, Zuführung, Sicherheit und Anlagenlayout

  • Entwicklung und Vergleich verschiedener Automatisierungsvarianten

  • Bewertung nach technischer Eignung, Flexibilität, Investitionsaufwand, Betriebsrisiko und Wirtschaftlichkeit

Das Ergebnis

  • Kritische Anforderungen und technische Ausschlusskriterien wurden vor der Anbieterauswahl festgelegt.

  • Geeignete Robotik- und Greifkonzepte konnten systematisch eingegrenzt werden.

  • Formatwechsel, Spitzenleistung und Störungsverhalten flossen in die Lösungsentscheidung ein.

  • Schnittstellen zur bestehenden Linie sowie notwendige Vorbereitungsmaßnahmen wurden sichtbar.

  • Der Betrieb erhielt eine belastbare Grundlage für Anbieterbriefing, Investitionsentscheidung und Pilotplanung.

Der entscheidende Nutzen: Aus der allgemeinen Idee „Roboter einsetzen“ entstand ein klar abgegrenzter, technisch und wirtschaftlich prüfbarer Automatisierungsfall.

[Robotikpotenzial Ihrer End-of-Line-Verpackung prüfen]