REFERENZEN

Wir unterstützen Unternehmen bei sensiblen Innovations- und Investitionsvorhaben, bei denen Vertraulichkeit selbstverständlich ist.

Deshalb behandeln wir Referenzen mit größter Diskretion und sprechen im persönlichen Gespräch ausschließlich über Projekte, Entscheidungsgrundlagen und Ergebnisse, die ausdrücklich zur Kommunikation freigegeben wurden.

PRAXISBEISPIEL · FEINKOST-PRODUKTION

Kapazitätsverluste verstehen – Investitionen gezielt vorbereiten

Entscheidend war nicht, möglichst schnell eine Software- oder Automatisierungslösung auszuwählen, sondern zunächst zu verstehen, wodurch Kapazität verloren ging – und welcher Teil davon organisatorisch, datenbezogen oder technisch sinnvoll adressiert werden konnte.

Die Ausgangslage

Ein mittelständischer Feinkosthersteller verarbeitet zahlreiche Rezepturen in wechselnden Chargengrößen. Manuelle Wiege- und Bereitstellungsprozesse, häufige Produktwechsel und kurze Mindesthaltbarkeiten stellen hohe Anforderungen an Planung, Materialbereitstellung und Produktion.

An einer zentralen Mischlinie kam es wiederholt zu Warte- und Stillstandszeiten. Als mögliche Ursachen wurden unter anderem die Produktionsplanung, Rohwarenbereitstellung und manuelle Prozessschritte gesehen.

Gleichzeitig unterschieden sich die Einschätzungen von Management, Planung und Shopfloor teilweise deutlich. Damit war zwar das Symptom sichtbar – wo tatsächlich relevante Kapazität verloren ging und wodurch diese Verluste verursacht wurden, war jedoch nicht ausreichend geklärt.

Im Raum standen eine digitale Planungslösung und weitere Automatisierungsmaßnahmen. Eine direkte Festlegung auf eine Technologie hätte jedoch das Risiko beinhaltet, in eine Lösung zu investieren, bevor das zugrunde liegende Prozessproblem ausreichend verstanden war.

Zunächst musste deshalb geklärt werden: Welche Ursachen führen tatsächlich zu relevanten Kapazitätsverlusten, welche davon lassen sich ohne größere Investition verbessern – und wo bietet Digitalisierung oder Automatisierung einen wirtschaftlich sinnvollen Hebel?

Die Strategie von Stephan Schmitz, Food:Tech:Future

FoodTechFuture untersuchte den Prozess zunächst unabhängig von konkreten Software-, Anlagen- oder Lösungsanbietern.

  • Strukturierte Aufnahme des Prozessablaufs von der Rohwarenbereitstellung über Verwiegung und Mischen bis zur Übergabe an die Abfüllung

  • Gegenüberstellung der Perspektiven von Management, Planung und Shopfloor

  • Überprüfung vermuteter Verlustursachen anhand verfügbarer Produktionsdaten, Prozessbeobachtungen und betrieblicher Erfahrungswerte

  • Betrachtung unterschiedlicher Rezepturen, Chargengrößen, Produktwechsel und relevanter Produktionssituationen

  • Trennung zwischen notwendigen Prozesszeiten und tatsächlich vermeidbaren Warte- und Stillstandszeiten

  • Unterscheidung zwischen organisatorischen Ursachen, fehlender Datentransparenz und technisch adressierbaren Engpässen

  • Prüfung, ob zurückgewonnene Kapazität im Gesamtprozess tatsächlich nutzbar wäre oder Engpässe lediglich an eine andere Prozessstelle verlagert würden

  • Entwicklung und Priorisierung geeigneter Verbesserungs-, Digitalisierungs- und Automatisierungsoptionen nach Nutzen, Aufwand, Risiko und Umsetzbarkeit

  • Kennzeichnung, welche Erkenntnisse ausreichend belegt waren und wo vor einer Investitionsentscheidung weitere Messungen, Tests oder Validierungen erforderlich waren

Das Ergebnis

Aus der zunächst allgemeinen Annahme eines Kapazitätsproblems entstand ein strukturiertes Bild der relevanten Verlustursachen und ihrer Bedeutung für den Gesamtprozess.

Der Betrieb konnte unterscheiden, welche Probleme kurzfristig organisatorisch verbessert werden können, welche Voraussetzungen zunächst bei Prozessen oder Daten geschaffen werden müssen und für welche Engpässe eine technische Investition sinnvoll weiter untersucht werden sollte.

Statt einer allgemeinen Liste möglicher Verbesserungen entstand eine priorisierte Entscheidungs- und Umsetzungslogik:

  • kurzfristig umsetzbare Verbesserungsmaßnahmen

  • notwendige organisatorische und datenbezogene Voraussetzungen

  • relevante Digitalisierungs- und Automatisierungsoptionen

  • offene Punkte, die vor größeren Investitionen noch validiert werden müssen

  • Anforderungen für eine spätere gezielte Anbieteransprache

Dabei wurde nicht jede eingesparte Prozessminute automatisch als wirtschaftlicher Nutzen bewertet. Entscheidend war, ob eine Verbesserung tatsächlich zu nutzbarer Kapazität, stabileren Abläufen, besserer Planbarkeit, höherer Lieferfähigkeit oder anderen relevanten betrieblichen Effekten beitragen konnte.

So erhielt die Geschäftsleitung eine nachvollziehbare Grundlage, um zu entscheiden, wo unmittelbar gehandelt werden kann, welche Investitionsoptionen weiterverfolgt werden sollten und wo zunächst keine größere technische Investition erforderlich ist.

Der entscheidende Nutzen

Der Hersteller musste nicht zuerst eine Software- oder Automatisierungslösung auswählen, um anschließend herauszufinden, ob sie überhaupt das richtige Problem löst.

Stephan Schmitz von FoodTechFuture machte zunächst die relevanten Verlustursachen, Abhängigkeiten und wirtschaftlichen Hebel sichtbar und trennte organisatorische Verbesserungen von investitionspflichtigen Maßnahmen.

Wo Digitalisierung oder Automatisierung sinnvoll erschien, konnten Anforderungen und noch zu validierende Punkte klarer beschrieben werden. Damit können geeignete Lösungsanbieter anschließend gezielter und mit einer deutlich konkreteren Aufgabenstellung eingebunden werden.

So bestimmt nicht de verfügbare Technologie die Investition. Erst werden Verlustursachen verstanden und wirtschaftliche Hebel priorisiert – dann wird gezielt entschieden, wo Technik tatsächlich Mehrwert schafft.


PRAXISBEISPIEL · BETRIEBSGASTRONOMIE

Foodwaste reduzieren – Produktion gezielter steuern

Entscheidend war nicht, pauschal weniger zu produzieren, sondern zu verstehen, welche Verluste tatsächlich vermeidbar waren – und wie Produktionsmenge, Nachproduktion und Speisenangebot unter schwankender Nachfrage besser gesteuert werden konnten.

Die Ausgangslage

Eine Betriebskantine mit täglich wechselndem Speisenangebot verzeichnete regelmäßig Überproduktion und vermeidbare Ausgabereste.

Produktionsmengen und Verkaufszahlen wurden bereits dokumentiert. Trotzdem ließ sich daraus nicht ausreichend erkennen, warum bestimmte Speisen und Komponenten regelmäßig übrig blieben und an welchen Stellen eine Mengenanpassung tatsächlich sinnvoll war.

Hinzu kam: Nicht jeder Rest bedeutete automatisch eine Fehlplanung. Schwankende Gästezahlen und unterschiedliche Menüpräferenzen erfordern in der Betriebsgastronomie einen gewissen Sicherheitspuffer, damit das Angebot während der Ausgabe verfügbar bleibt.

Eine pauschale Reduzierung der Produktionsmengen hätte deshalb zwar Restmengen senken können – gleichzeitig aber das Risiko erhöht, dass beliebte Gerichte frühzeitig ausverkauft sind oder zusätzlicher Aufwand durch kurzfristige Nachproduktion entsteht.

Zunächst musste deshalb geklärt werden: Was bleibt regelmäßig übrig, wodurch entstehen diese Verluste und an welchen Stellen kann die Küche eingreifen, ohne Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit an anderer Stelle zu verschlechtern?

Die Strategie von Stephan Schmitz, Food:Tech:Future

Als Sparringspartner vor Ort (2 Tage) verband ich mit meiner Erfahrung aus früheren Mietkoch-Aufträgen in Betriebskantinen, vorhandene Betriebsdaten mit einer gezielten, im Küchenalltag praktikablen Betrachtung der tatsächlichen Restmengen.

  • Gegenüberstellung von Produktionsmengen, ausgegebenen Portionen und anfallenden Restmengen

  • Unterscheidung zwischen Überproduktion, Ausgaberesten und Tellerrückläufen

  • Betrachtung der Restmengen auf relevanter Menü- und Komponentenebene

  • Bewertung wiederkehrender Verlustmuster nach Menge, wirtschaftlicher Relevanz und betrieblicher Beeinflussbarkeit

  • Einbeziehung relevanter Einflussfaktoren wie Menü-Kombinationen, Portionsgrößen, Produktionszeitpunkte und Nachproduktionsmöglichkeiten

  • Nutzung des Erfahrungswissens von Küchenleitung und Mitarbeitenden zur Einordnung auffälliger Muster

  • Ableitung konkreter Anpassungen und Überprüfung unter realen Ausgabebedingungen

  • Bewertung der Wirkung nicht nur anhand sinkender Restmengen, sondern auch mit Blick auf Verfügbarkeit, Ausverkäufe und zusätzlichen Nachproduktionsaufwand

So entstand kein aufwendiges zusätzliches Datensystem, sondern ein pragmatischer Lernzyklus: Muster erkennen, Ursache prüfen, Anpassung testen und aus dem Ergebnis eine bessere Steuerungsregel für den Küchenalltag ableiten.

Das Ergebnis

Wiederkehrende Überproduktionsmuster und wirtschaftlich relevante Restmengen konnten gezielter bestimmten (teilweise "woken" oder auch fleischlastigen) Menü-Linien, Komponenten und Produktionsentscheidungen zugeordnet werden.

Damit ließ sich differenzierter entscheiden, wo Produktionsmengen angepasst werden sollten und wo ein bewusster Sicherheitspuffer weiterhin sinnvoll war.

Für relevante Verlustmuster konnten konkrete Maßnahmen und Steuerungsregeln abgeleitet werden – beispielsweise für:

  • Erstproduktionsmengen

  • Zeitpunkte und Umfang der Nachproduktion

  • Portionssteuerung

  • Menü- und Komponentenkombinationen

  • Kommunikation und Präsentation des Angebots

Entscheidend war dabei nicht allein, ob weniger übrig blieb. Gleichzeitig wurde betrachtet, ob Anpassungen zu häufigeren Ausverkäufen oder zusätzlichem Produktionsaufwand führten.

Die Küchenleitung erhielt damit eine nachvollziehbare Grundlage, um Produktions- und Menüentscheidungen künftig selbst systematischer zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Der entscheidende Nutzen

Die Küche musste Foodwaste nicht durch pauschal niedrigere Produktionsmengen reduzieren und damit das Risiko lediglich auf Verfügbarkeit oder Nachproduktion verlagern.

Meine Erkenntnis vor Ort und die anschließende Auswertung der ermittelten Daten aus dem Kassensystem machte sichtbar, welche Restmengen wiederkehrend, wirtschaftlich relevant und tatsächlich beeinflussbar waren. Erst danach wurden passende Maßnahmen für Produktionsmenge, Nachproduktion und Speisenangebot abgeleitet.

So wurde Foodwaste-Reduktion mit den realen Anforderungen des Küchenbetriebs verbunden: weniger vermeidbare Warenverluste, ohne Verfügbarkeit und Produktionsaufwand aus dem Blick zu verlieren.

Nicht möglichst wenig produzieren, sondern besser entscheiden, wie viel wann produziert werden sollte.


PRAXISBEISPIEL · GETRÄNKEINDUSTRIE

Robotik für die Sekundärverpackung – vom Automatisierungsansatz zum kalkulierbaren Pilotprojekt

Die entscheidende Frage war nicht nur, ob ein Roboter die Verpackungsaufgabe technisch lösen kann. Entscheidend war, welcher Pilotumfang unter realen Produktionsbedingungen sinnvoll ist – und mit welchem Investitionsrahmen dafür gerechnet werden muss.

Die Ausgangslage

Ein mittelständischer Getränkehersteller wollte das manuelle Verpacken von Flaschen am End-of-Line automatisieren. Unterschiedliche Flaschenformate, wechselnde Gebinde, begrenzte Platzverhältnisse sowie Schwankungen in der Linienleistung machten eine einfache Auswahl einer Robotiklösung jedoch schwierig.

Mehrere technische Ansätze kamen grundsätzlich infrage. Für eine interne Entscheidung über ein Pilotprojekt war die Automatisierungsidee jedoch noch nicht ausreichend konkretisiert.

Eine direkte Anfrage bei mehreren Anlagenbauern hätte zu diesem Zeitpunkt einen hohen Abstimmungsaufwand verursacht – mit dem zusätzlichen Risiko, unterschiedliche technische Konzepte, Projektumfänge und damit nur bedingt vergleichbare Kostenangaben zu erhalten.

Zunächst musste deshalb geklärt werden: Was genau soll der Pilot leisten, welche technischen Randbedingungen sind entscheidend und in welcher Investitionsgrößenordnung bewegt sich eine realistische Umsetzung?

Die Strategie von Stephan Schmitz, Food:Tech:Future

Zunächst wurde unabhängig von potenziellen Lösungsanbietern eine technische und wirtschaftliche Entscheidungsgrundlage für das Pilotprojekt entwickelt:

  • Aufnahme des Materialflusses von der Abfülllinie bis zur Übergabe an die Palettierung

  • Analyse von Flaschenformaten, Gebindevarianten, Taktleistung, Störungen und Formatwechseln

  • Definition von Muss-Anforderungen und technischen Ausschlusskriterien

  • Entwicklung und Vergleich geeigneter Automatisierungs- und Robotikkonzepte

  • Betrachtung von Greiftechnik, Zuführung, Sicherheit, Steuerungsintegration und verfügbarem Anlagenlayout

  • Abgrenzung eines technisch sinnvollen Pilotumfangs und der notwendigen Schnittstellen zur Bestandsanlage

  • Identifikation von Annahmen, technischen Risiken und Punkten, die im Pilot oder durch spätere Anbieter noch validiert werden müssen

  • Ableitung eines Investitionskorridors auf Basis der relevanten Kostenblöcke – einschließlich Robotik, Peripherie, Integration, Engineering, Sicherheit, Inbetriebnahme und erkennbarer Umbauten

  • Vorbereitung einer klar definierten Aufgabenstellung für die spätere, gezielte Anbieteransprache

Das Ergebnis

Aus der allgemeinen Idee „Wir wollen diesen Prozess mit Robotik automatisieren“ entstand ein klar abgegrenzter Pilotfall.

Der Betrieb konnte einschätzen, welche technische Lösung weiterverfolgt werden sollte, was der Pilot umfassen muss und in welcher finanziellen Größenordnung eine Umsetzung voraussichtlich liegt.

Gleichzeitig wurde transparent, welche Annahmen dem Kostenrahmen zugrunde liegen, welche technischen Risiken noch bestehen und welche Punkte vor einer Investition durch Tests oder potenzielle Anlagenbauer verbindlich bestätigt werden müssen.

Damit erhielt das Unternehmen eine konkrete Grundlage, um zu entscheiden:

  • Ist der Pilot technisch und wirtschaftlich interessant genug, um weiterverfolgt zu werden?

  • Passt der geplante Umfang zum verfügbaren Investitionsbudget?

  • Muss der Pilotumfang vor der Ausschreibung angepasst werden?

  • Welche Anbieter kommen für die konkretisierte Aufgabenstellung überhaupt infrage?

  • Welche Informationen müssen für vergleichbare Angebote vorgegeben werden?

Der entscheidende Nutzen

Der Hersteller musste nicht erst mehrere Anlagenbauer mit einer noch unscharfen Aufgabenstellung kontaktieren, um herauszufinden, ob das geplante Pilotprojekt grundsätzlich in einer sinnvollen technischen und finanziellen Größenordnung liegt.

Stephan Schmitz von FoodTechFuture schuf zunächst eine herstellerunabhängige Entscheidungsgrundlage:

Mit definiertem Pilotumfang, technischen Anforderungen, transparenten Risiken und einem nachvollziehbaren Investitionskorridor.

Erst auf dieser Basis können passende Anlagenbauer gezielt angesprochen und verbindliche Angebote für eine klarer definierte Aufgabenstellung eingeholt werden.

Aus einer Automatisierungsidee wurde somit zuerst ein entscheidungsfähiges Pilotprojekt

– und erst danach eine konkrete Anbieteranfrage.


Alle oben genannten Praxisbeispiele durften gemäß NDA nur anonymisiert dargestellt werden und stammen aus Oktober 2025 bis Februar 26 

Ab März 2027 darf ich gemäß NDA-Vereinbarungen über weitere Use Cases und deren Entscheidungsvorbereitungen berichten.